Alles, was für Surfer wichtig war oder wird, auf einen Blick.

Richtig schlecht…
… dürfte die Laune bei den Betreibern von Surf Snowdonia sein. Denn seit Anfang der Woche ist klar: Der Wavepool in Wales ist kaputt und bleibt erstmal bis zum Frühjahr geschlossen. Insgesamt dürfte die Wellenmaschine seit der Eröffnung am 1. August also nur knapp sechs Wochen gelaufen sein – es gab ja schon ein paar Reparaturpausen. Trotz dieses technischen Rückschlags wird schon kräftig am nächsten Wavepool gearbeitet. Dieses Mal in Austin, Texas, wo 2016 ein Wellenbecken eröffnet wird. Versprochen werden kopfhohe Wellen (6 Fuß) und Ritte von bis zu 35 Sekunden.

Nicht so toll…
… war wohl die Woche für Dale Webster. Der Kalifornier (heute 67 Jahre alt) begann am 3. September 1975 täglich mindestens drei Wellen zu surfen. Egal, welche Steine auch im Weg lagen – ein Hurrikan, Haie, seine Hochzeit, die Geburt seiner Tochter, Nierensteine oder Eiseskälte –, Dale blieb hart und surfte. Selbst einmal, als die Straßen überflutet waren und der Wind so stark blies, dass die Regentropfen wie Geschosse auf Dales Haut einschlugen. Am Abend hatte er solche Blutergüsse im Gesicht, dass es aussah, als ob er in eine Schlägerei geraten wäre. Doch am Montag dieser Woche war Schluss – am 5. Oktober 2015 surfte Dale zum ersten Mal nach 14.641 Tage nicht (das sind über 40 Jahre am Stück). Der Grund sind wieder Nierensteine, die eine kleine Operation nötig machen. Daher hat der Arzt Surfen erstmal untersagt.

Dale Webster vor etwa einem Monat, als er auf den Tag genau seit 40 Jahren surfte.
Dale Webster vor etwa einem Monat, als er auf den Tag genau seit 40 Jahren surfte.

Optimistisch…
… zeigten sich dagegen drei surfende Geschäftsmänner: Laid Hamilton, der Mann mit den übermenschlichen Kräften aus Hawaii, macht nämlich jetzt unter seinem Label „Laird Superfood“ in Kaffee. Cyrus Sutton, Surfer und Filmer aus Kalifornien, will seinen eigenen Sunblocker herausbringen. Ziel ist ein Produkt, das ohne Chemie auskommt und so weder unserer Haut, noch den Korallen im Meer schadet. Allerdings fehlt noch etwas Geld, das Cyrus gerade per Crowdfunding auftreiben will. Und Kelly Slater wird im nächsten Frühjahr seine eigenen Boards auf den Markt bringen und zwar in Kooperation mit Firewire.

Unerwartet…
… war der erste Auftritt von Kelly Slater in Frankreich. Nachdem er in Schottland golfte und ein Geheimins daraus machte, ob er überhaupt zum Quik Pro kommt, tauchte er plötzlich bei Sturmsurf in Capbreton am Strand auf. Hätte er vielleicht bleiben lassen sollen. Zuerst riss seine Leash, was Kelly aber egal war – er surfte ohne weiter. Und dann knockte er sich beim nächsten Wipeout auch noch selbst aus (Kelly sagt, er war wirklich kurz weggetreten) und schleppte sich benommen an den Strand. Am nächsten Tag trat er dann aber trotzdem beim Quik Pro an.

Schmerzhaft…
… war der Atlantik aber auch für andere Surfer. Der brasilianische Profi Alejo Muniz fiel in seinem ersten Heat beim Quik Pro einer Hossegor-Tube zum Opfer. Ein Wipeout, bei dem sein Knie so verdreht wurde, dass ihn die Lifeguards wegtragen mussten. Am selben Tag erwischte es auch die Surferin Laura Enever, die sich ihre Schulter auskugelte und so gar nicht erst beim Roxy Pro antreten konnte. Ansonsten schmerzlich vermisst wurde bisher auch der Swell des Hurrikans Joaquin. Eigentlich sahen die Prognosen sehr rosig aus, doch mit jedem Tag wurden die vorhergesagten Wellenhöhen kleiner. Jetzt soll der Swell aber wirklich heute Abend auf die Küste treffen. Morgen werden wir sehen, wie viel Kraft noch in den Wellen steckt…

Unglaublich…
… waren die Surfbedingungen letztes Wochenende dafür an drei Ecken unseres Planeten. An der Ostküste der USA, in Indonesien und auf Sylt. Ein paar Impressionen:

Die USA-Ostküste

 

In Indonesien feuerte der Ozean aus allen Rohren.

 

Auch in Sylt ging es gut ab.