Nic von Rupp: Ein Trip nach Indo

Ob Nic nun deutsch oder Portugiese ist, darüber scheiden sich die Geister. Wo jedoch absolute Einigkeit herrschen sollte ist, dass der Junge chargen kann, wie es nur wenige andere auf dieser Welt können. Das hat er auf den Mentawais mal wieder unter Beweis gestellt.

Wir stecken den deutschstämmigen Portugiesen ja immer wieder gerne nach Deutschland. Ist ja auch bequem, so haben wir endlich einen rippenden Surfpro der unsere Deutschtümelei befriedigt. Ob Nic so surfen würde, wie er es tut, wäre er in Bottrop Kirchellen aufgewachsen und nicht in Portugal sei dahingestellt.

Nic von Rupp: ein Cosmopolit mit Inselbegabung?

Nic dürfte das herzlich egal sein: der Inhaber eines amerikanischen Passes mit schweizer Wurzeln, der fünf Sprachen so dominiert wie Christiano Ronaldo den Fußball, wirkt gelinde gesagt zu intelligent, um „nur“ Surfprofi zu sein. Wenn man ihn jedoch mit einer Erhabenheit  durch die Tunnel jagen sieht, in denen man ein Einfamilienhaus bauen könnte, und der Cosmopolit ob der drohenden Wassermassen, die mit der Kraft eines D-Zugs über seinen Kopf hinweg schießen,  so ruhig bleibt wie der Dalai Lama in der Morgenmeditation, dann könnte man glauben Nic sei Autist und seine Inselbegabung das Surfen.

Mentawais

So wildromantisch das Dasein als Surfpro klingt, es ist verdammt harte Arbeit. Nikolaus sagte, er fühle sich oft ausgebrannt und ein Leben ohne Jetlag sei ihm seit mehreren Jahren fremd.

Aber nach Trips wie diesen auf die Mentawais, wird er sich wieder bewusst, warum er sich für ein Leben in der Blase des Surfsports entschieden hat.