News der Woche – Mexican Flavor

Die Tubes sind unberechenbar

Nach dem Takeoff konnte kein Surfer wissen, welches Schicksal sich die Welle unter seinem Board für ihn ausgedacht hatte. Das Motto hieß Vertrauen zu haben, dass die Tube am Ende einen Ausgang haben würde. Oft war der allerdings geschlossen und was in so einem Fall passierte, hört sich brutal an. Zwei Beispiele:

In diesem Moment weiß Greg Long noch nicht, ob dieser Ritt gut ausgeht oder nicht.
In diesem Moment weiß Greg Long noch nicht, ob dieser Ritt gut ausgeht oder nicht.

Beispiel Nummer 1: Greg Long, der amtierende Big Wave Champion, raste durch eine cavernenartige Barrel, als plötzlich das gesamte Wasser unter seinem Board weggesaugt wurde. “Ich fiel tief. Es fühlt sich an wie aus dem zweiten Stock zu springen und schlug dann so hart auf, dass mir mein Contest-Jersey über den Kopf gerissen wurde. Dabei wurden auch die Auslöser für meine Weste mit nach oben gerissen und die Airbags ausgelöst. Eigentlich wollte ich die Kartuschen für den nächsten Tag sparen, weil es sicher noch größer und wilder wird (siehe: Der große Kartuschenmangel). Aber eigentlich war es  ganz gut so, weil ich von dem harten Aufprall Sterne sah.”

 

Beispiel Nummer 2: Will Skudin, ein US-Ostküstensurfer aus New York, erging sogar noch schlechter. “Plötzlich war kein Wasser mehr unter meinem Board und ich bin mit voller Wucht auf den Sand geknallt. Das hat sich angefühlt, als ob ich auf einen trockenen Strand gefallen wäre, so wenig Wasser war da noch unter mir.” Strider, einer der Kommentatoren verglich den Wipeout dann auch folgendermaßen: “Stell dir vor, du sprintest mit vollem Tempo gegen eine Betonmauer. Denn die Sandbänke in Puerto sind nicht weich, sondern hart wie Stein.” Will kam dann an die Oberfläche und hustete erstmal etwas Blut. “Ich habe mir da etwas geprellt”, meinte er nur. Antreten wird Will am Samstag an Tag 2 aber auf jeden Fall.

Die Zusammenfassung von Heat 2 startet schon mit einem fiesen Wipeout.