Puerto Escondido – die besten Surfspots in Mexiko – Diesen Monat geht es nach Mexiko! Genauer gesagt nach Puerto Escondido, das für Big Waves und seinen brutalen Shorebreak bekannt ist. Doch der Spot am Pazifik hat noch eine andere, sanftere Seite. Und verdammt gute Wellen für jedes Level…

Reisetipps für deinen Surftrip nach Mexiko – Puerto Escondido

Julian Gottke hat mit seiner Freundin Anika Bröhl den Blog wavesnbackpack ins Leben gerufen und berichtet dort regelmäßig über ihre gemeinsamen Backback-Trips mit Surfbrett. Im Dezember haben die beiden uns bereits ihre besten Tipps für Sri Lanka verraten. Jetzt geht es nach Mexiko, aber überlassen wir lieber Julian das Wort:

„Im Dezember habe ich versucht, euch allen Gedanken an warme Wellen zu bescheren und ein paar Empfehlungen für Sri Lanka gegeben. Nun ist Mexiko an der Reihe. Nicht weniger warm – wobei in den Bergen vielleicht ein bisschen – und vor allem nicht weniger beeindruckend. Weder wellentechnisch noch landschaftlich. ¡Vamos, amigos!

Zunächst einen Satz zu unserer Route. Wir starteten in Mexico City, wo wir knapp 14 Tage verbrachten, da ich hier ein paar Termine für meinen Job wahrnehmen musste. Die Metropole ist übrigens deutlich schöner als ihr Ruf. Wir hatten im Stadtteil La Condesa eine super Zeit mit tollem Essen, leckeren Kaffees und gemütlichen Parks.

Von hier aus ging es nach Puerto Escondido, dann nach Oaxaca, in die Berge von San Cristobal und letztendlich nach Yucatan.

Porto Escondido

Da Mexiko riesig ist und auch unsere sechs Wochen zu knapp sind, dem Land gerecht zu werden, haben wir uns bewusst dazu entschieden, an einem Surfspot zu bleiben, sollte es uns nach Ankunft gefallen. Und das hat es! Puerto Escondido hatte uns ab der ersten Sekunde.

Eine wichtige Info vorab, weil ich mir vor Beginn unserer Reise extrem unsicher war, ob ich als Intermediate hier Spaß haben werde. Denn was kennt man von Puerto? Die furchteinflößende (und das zu recht) ‚Mexican Pipeline‘.

Hier hätte ich sicher keinen Spaß gehabt, aber direkt daneben findet man den kleinen Bruder.

Surfspot La Punta ist in softer Pointbreak – Puerto Escondido

Am südlichsten Ende des ‚Playa Zicatela‘ findet man ‚La Punta‘. Einen Pointbreak mit einer schönen, linken Welle, Pelikanen und abertausenden Fischen, die zwischen den Füßen umherschwirren, wenn man auf das nächste Set wartet. Hier positioniert man sich am besten dicht am Fels, um die Welle möglichst früh zu erwischen und einen langen Ride zu haben.

Reisetipp Puerto Escondido La Punta
In La Punta ist für jeden etwas dabei, egal ob Beginner oder Intermediate.

Gerade zu Stoßzeiten, also nach 8 Uhr und gegen 17 Uhr, denken sich genau das auch ziemlich viele andere Surfer und ebenso Surflehrer inklusive ihrer Schüler. Frühaufsteher (am besten First Light) werden hier mit leeren Wellen belohnt.

Wir waren Anfang Februar hier und es war oft lange flach, so dass die wenigen Wellen mit vielen anderen geteilt werden mussten. Dennoch waren bei jeder Session eine Handvoll schöne Wellen dabei.

Bereits zwei Tage nach unserer Abreise erhielten wir Bilder von Surfern die wir kennengelernt haben. ‚It’s pumping bro, you left too early‘. Und ja, hier schien keiner mehr warten zu müssen, denn für jeden war nun genug da.

La punta.
Der kleine Bruder von Puerto Escondido: La Punta.

Wie immer beim Surfen, hier gehört eben ein bisschen Glück dazu.

Dennoch kann man sagen, dass Puerto im Frühjahr und Sommer ‚besser läuft‘ als zu Beginn des Jahres. Für mich als Intermediate waren die Wellen perfekt und der Sommer wäre mir sicherlich zu viel gewesen, denn bei 7ft+ fühle ich mich nur bedingt wohl.

Mehr zum Dörfchen ‚La Punta‘ und umfassende Tips rund ums Essen und dem Surfen vor Ort findest du in unserem detaillierten Artikel zum Surfen in Puerto Escondido.

Surfspot Barra de la Cruz – Puerto Escondido

Leider hatten wir zu wenig Zeit, denn unser Flug nach Nicaragua war gebucht, somit mussten wir weiter. Weiter in Richtung Oaxaca und Barra de la Cruz den Rücken kehren. Aber keine Traurigkeit, denn auf uns warteten tolle Dinge und ich wusste, dass ich wiederkommen werde. Über Barra habe ich jedoch so viel Gutes gehört und gelesen und würde es empfehlen, ohne selbst dagewesen zu sein.

Sobald ich das nächste Mal mexikanischen Boden unter den Füßen habe, heißt es ‚¡Hola Barra de la Cruz!‘

Top 3 Sehenswürdigkeiten in Mexiko – Puerto Escondido

Surfen ist wichtig und wunderbar, aber die Umgebung sollte eben auch stimmen und wenn die Muskeln mal schmerzen, möchte man ja auch einfach mal die Beine hochlegen und sich ein gutes Buch zu Gemüte führen.

La Punta – Nicht nur einmalig zum Surfen

Der südlichste Punkt am Playa Zicatela ist nicht nur für Surfer ein Traum – sicherlich aber gerade für sie. Die Stadt Puerto Escondido selbst hat nicht sonderlich viel zu bieten, ganz im Gegenteil zu La Punta. Sobald das Taxi die Hauptstraße verlässt und auf die staubige Piste abknickt, wird klar: Hier sind wir richtig.

Der kleine Teil des Ortes hat nicht viel, aber alles, was man braucht und das eben besonders schön. Ein paar kleine Cafés, erstklassige Restaurants und Surfshops. Hier kann man nach dem ersten Surf des Tages für wenig Geld einen Smoothie trinken, ein Omelett essen oder einfach nur in der Sonne sitzen und einen Kaffee genießen.

Puerto Escondido
La Punta liegt gleich neben Puerto Escondido und hat echt Charme.

Rundum ziemlich perfekt dieses La Punta. Demnach nicht nur der Tipp Numero Uno fürs Surfen, sondern gleichzeitig ein Ort mit Flair. Flair, den weder ich noch Ani so jemals gefühlt haben.

San Cristobal – Eine Stadt, in der die Zeit stehengeblieben ist

Nachdem wir eine gute Zeit in Oaxaca hatten und erfahren haben, wie Mezcal hergestellt wird, stiegen wir in einen Nachtbus (absolut empfehlenswert) und erreichten San Cristobal am nächsten Morgen. Die von Bergen umgebene Stadt ist magisch. Indogene Völker bieten selbstgemachte Waren auf den Märkten feil und verleihen der Stadt so eine magische Aura.

San Cristobal
San Cristobal – eine magische Stadt.

Vor allem empfehlenswert hier ist die kostenlose Stadtführung durch Kirchen, traditionsreiche Plätze und atemberaubende Aussichtspunkte (Free San Cristobal Walking Tour).

Tulum – Puerto Escondido

Aufs Fahrrad schwingen und ab ans Meer…

Genau das war unsere morgendliche Routine. Unterkünfte direkt am Meer sind ein vielfaches teurer als die in der Stadt und die 20-minütige Fahrradtour erfrischt und gehört einfach dazu.

Tulum ist so wie der Rest der Yucatan-Halbinsel deutlich touristischer als andere Teile Mexikos, aber nichtsdestotrotz einen Besuch wert. Neben tollem Meer, unglaublichem Essen (Taqueria La Eufemia!!!) und unzähligen Zenoten hat auch Tulum einen Vibe der uns gefesselt hat.

So lebt man in Tulum.
So lebt man in Tulum.

 

Top 3 Backpacking Tipps für Mexiko – Puerto Escondido

Mexiko ist riesig

Klar haben auch wir vorher die Karte studiert und dennoch völlig unterschätzt. Das Land ist groß und die Wege lang. Nehmt euch lieber weniger vor und lasst einen Stopp aus, genießt die Zeit und stresst nicht umher. Das Land muss man aufsaugen und wirken lassen. Eben wie den Mezcal nicht stürzen, sondern jeden, noch so kleinen Schluck genießen.

Keine Angst machen lassen

In Mexiko sterben viele Menschen. Ja, aber fast alle davon waren im Drogengeschäft oder hatten was mit Kartellen zu tun. Da ich davon ausgehen möchte, dass ihr euch eher die Bäuche mit Tacos vollschlagen wollt, als Drogen von A nach B zu kutschieren, sollte man sich keine Angst machen lassen. Aber eins ist klar – man sollte in Mexiko sicherlich vorsichtiger sein als im ländlichen Allgäu.

Ein bisschen gesunder Menschenverstand hilft da schon enorm weiter. Fragt bei eurer Ankunft, ob die Umgebung sicher ist und lauft nicht nachts allein angetrunken durch die Gegend.

We ❤ ADO

Das Busunternehmen ADO ist spitze! Nicht zu teuer, die Busse deutlich bequemer als ein deutscher Reisebus, immer pünktlich und bequem. Demnach würden wir ‚Ja‘ zum Bus sagen.

Außerdem: Man spart eine Übernachtung bei Nachtbussen, somit sind am Folgetag 2 Tacos und 2 Corona mehr drin. Somit ist ADO nicht nur bequem, sondern auch lecker.

In diesem Sinne: Viel Spaß in Mexiko!

PS: Nachdem wir in Mexiko unser Unwesen getrieben haben, verschlug es uns nach Nicaragua. Wer Lust auf Offshore-Wind hat, hier entlang!