Rapid Surf League: Die Termine für 2019 stehen fest

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Wie kamen die beiden Gründer Quirin Rohleder und Christian Bach eigentlich auf die Idee, eine Rapid Surf League zu gründen?

Gereift ist diese Idee schon 2016, als die beiden die Köpfe zusammen steckten und sich überlegten wie man den Sport Rapid Surfing auf ein neues Niveau bringen könnte, wie man die nächste Stufe erreicht. Vor allem wollten sie ein professionelles Wettkampfformat entwickeln, das Judging weiter entwickeln und eben auch eine Liga gründen, die es bis Dato noch nicht so gab.

Qurin Rohleder und Christian Bach am Bach. Unter anderem während gemeinsamer Surfsessions reifte die Idee zur Rapid Surf League ©Antje Seidel

Es war Rohleder und Bach jedoch wichtig, ein eigenes Format zu entwickeln, es sollte kein billiger Abklatsch von dem bereits existenten Wettkampfsystem im Meer werden. Beim Rapid Surfing ist die Welle immer gleich, es sind also ganz andere Vorraussetzungen als am Meer, wo oft die entscheidende Kennziffer die Wave Selection ist, eine Variable, die beim Rapid Surfen komplett wegfällt. Um das Surfen auf der stehenden Welle dennoch spannend zu halten und die Zusschauer besser abzuholen entwickelten die beiden das Cut-2-Call Format.

Um also ganz vorne mitsurfen zu können müssen sich die Kids stetig weiter entwickeln und auch die Tricks der Konkurrenz beherrschen. Früher gab es im Snowboarden mit Marc-André Tarte einen Rider, der eigentlich nur einen Weltklasse Trick beherrschte (SWB 1260), aber darüber hinaus wenig andere Tricks konnte und trotzdem alles gewann. Auch diesem Phänomen wird mit dem neuen Format vorgebeugt: nur ein wirklich kompletter Surfer kann die Rapid Surf League gewinnen.

Die Idee einer Rapid Surf League reift

Als Bach und Rohleder das erste Mal in Langenfeld die Unit Welle surfen, wird ihnen klar, dass die Idee wahr werden könnte. Es war ihnen von Anfang an wichtig verschiedene Wellensysteme in die Liga zu integrieren, denn Abwechslung ist ein Überlebenskriterium in jeder Sportart. Deshalb legen sie auch Wert auf natürliche und halbnatürliche Wellen. Zwar gab es letztes Jahr nur Bratislava als halbnatürliche Location, Rohleder hofft aber, dass sich das in Zukunft ändert. Er betont ausserdem die Wichtigkeit einer natürlichen Welle, zu der die Surfer im besten Fall gratis Zugang haben. Denn nur aufgrund einer natürlichen Welle kam es in München zustande, dass es so viel gute Kids gibt die rippen. Rohleder ist aber zuversichtlich, dass es sich in Zukunft ändern wird: in Pforzheim ensteht momentan bereits eine Welle, Hannover hat vor kurzem grünes Licht erhalten und Max Neuböck hat sein Projekt im Salzkammergut auch durchgeboxt.

In Pforzheim dürfte es bald soweit sein: die Bauarbeiten sind in vollem Gange.

Wenn man einen Sport richtig aufbauen will, dann ist es schlussendlich wichtig, dass viele Menschen Zugang haben um eine breite Basis zu schaffen. Und dieser Zugang muss am besten über natürliche oder halb-natürliche Wellen passieren, die von Initiativen oder Vereinen betrieben werden, damit so viele Leute wie möglich die Möglichkeit haben für kleines Geld zu surfen. Es müssen Szenen und Hubs geschaffen werden, Events wie der Junior Jam an der Floßlände, der Crown of the Traun (dieses Jahr am 18. Mai 2019) oder die Events am Bremgarten und in Thun in der Schweiz sind super wichtig.

Die Zukunft der Rapid Surf League

Ziel ist es, künftig auch kleinere Events für Kids und Rookies zu veranstalten, über die sich die Teilnehmer für die Rapid Surf League qualifizieren können. Jetzt soll die Liga aber erstmal lokal aufgebaut werden um Strukturen zu schaffen, wichtig ist die Zusammenarbeit mit der Industrie, den Betreibern und Verbänden.

Am Freitag lest ihr ein Interview mit Nicolas Marusa, der am Eisbach das Surfen gelernt hat und sicher einer der vielversprechensten Rapid Surfer unserer Tage ist.

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