Ab sofort stellen wir euch jeden Monat eine passende Surf-Destination vor. Im Dezember schlägt fast nichts die Südwestküste Sri Lankas: Warmes Wasser, Wellen für jedes Level und ein einzigartiges Land, das neben dem Surfen noch viel mehr zu bieten hat.

Unsere Reiseführer

Julian Gottke hat mit seiner Freundin Anika Bröhl den Blog wavesnbackpack ins Leben gerufen und berichtet dort regelmäßig über ihre gemeinsamen Backback-Trips mit Surfbrett. Die beiden waren bereits in Mexiko, Nicaragua, den Philippinen und Sri Lanka unterwegs. Die tränenförmige Insel im Indischen Ozean hat ihnen so gut gefallen, dass sie immer wieder zurückkehren und nun sogar ein eBook über die besten Reise- und Surftipps für Sri Lanka geschrieben haben. Für uns hat Julian seine Top 3 Surfspots, Sehenswürdigkeiten und Backpacking-Tipps zusammengestellt:

„Zur Zeit ist Hauptsaison auf Sri Lanka und während wir unsere durchgefrorenen Hände am Glühwein wärmen müssen, freut man sich auf der Perle im Indischen Ozean über eine erfrischende Kokosnuss. Flüge sind oftmals sehr günstig, also solltest du noch nicht gebucht haben, schau doch mal nach, ob du dich kurz vor Weihnachten nicht noch selbst beschenken willst.

Top 3 Surfspots

Generell kann man sagen, dass Weligama als Wohnort hervorragend geeignet ist, wenn auch der Ort an sich keinen Schönheitspreis gewinnt. Umgeben von zehn Surfspots ist für jedes Level die passende Welle dabei und Mirissa mit Paradiesstrand nur fünf Kilometer entfernt. Gerade nach ein paar Tagen Strapazen im Indischen Ozean tut es sicher gut, am palmengesäumten Strand in der Hängematte zu liegen.

Die trockenste Zeit liegt in Sri Lanka zwischen November und April. Aber auch während der Regenzeit kann man Glück im Süden haben und neben vielen Sonnenstunden auf leere Lineups stoßen.

1. Weligama – Ein langer Beachbreak

Hier kommen Beginner und diejenigen, die wieder ins Surfen finden möchten, voll auf ihre Kosten. Weligama, was übersetzt soviel heißt wie „sandiges Dorf“, bietet Surfern einen zwei Kilometer langen Sandstrand mit vielen verschiedenen Stellen, wo Wellen brechen.

Weligama
Weligama

Hier findest du keinen einzigen Stein im Wasser, dafür aber flachabfallendes Wasser, wodurch der Spot wie gemacht für Surfanfänger ist. Die lange Bucht kann ebenso viele Surfer beherbergen, mit dem Vorteil, dass Lineups nicht sehr schnell voll werden. Besonders dann, wenn eine größere Surfschule im Wasser ist, wird es normalerweise schnell eng, in Weligama ist das jedoch kein Problem.

Hier haben wir auch die ersten Tage verbracht, bis wir uns wieder ein bisschen „eingesurft“ hatten. Mehr Infos zum Surfen in Sri Lanka findest du hier.

2. Midigama (Lazy Left) – Surfen mit Schildkröten

Nur ein paar Minuten Tuk-Tuk-Fahrt durch das kleine Örtchen und du findest die Reefbreaks „Lazy Left“ und „Lazy Right“. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich um eine rechte und eine linke Welle. Hier brechen die aus türkisfarbenem Wasser geformten Wellen nicht über eine Sandbank, sondern treffen auf ein Riff. Nach ein wenig Paddelarbeit befindet man sich an der Stelle, wo die Wellen brechen. Kurz die Wellen beobachtet, paddelte ich eine Welle an. Paddelte feste, sodass sie mich mit nach vorne trägt. Ich schaute zur Seite und sah etwas, was ich sonst nicht zu sehen bekam. Ich sollte diese Welle überraschenderweise also mit einem uralten Meeresbewohner teilen. Die alte Schildkröte sauste neben mir das Wellental hinunter und ich konnte eine der schönsten Erfahrungen vollends genießen, denn es war für uns beide genug Platz auf der Welle. Nach knappen zwei zehrenden Stunden im Wasser paddelten wir zurück an den Strand, an dem unser Tuk-Tuk-Fahrer auch schon auf uns wartete.

Der typische Blick aus dem Tuk-Tuk
Der typische Blick aus dem Tuk-Tuk

3. Hikkaduwa – „Julian! Komm sofort, die Wellen sind perfekt!“

Nach einem kurzem Spaziergang am Strand kamen wir zurück in unser Zimmer. Die Wellen vor unserer Tür waren am heutigen Tage nicht wirklich surfbar, aber fairerweise muss man sagen, dass der Hauptspot 400 Meter von unserem Hostel entfernt war. Gerade im Zimmer angekommen, öffne ich meinen Facebook Messenger und es poppt eine Nachricht auf. Sie war von einem Freund, der auf Wellen wartend und eine Kokosnuss schlürfend am Strand in Hikkaduwa lag, als sich plötzlich der Wind legte und ein wenig Swell reinkam. Er rannte ins WLAN und verkündete mir die frohe Botschaft.

Hikkaduwa
Hikkaduwa

Ich schnappte mein Brett, rannte los, und die Wellen bescherten uns eine Stunde mächtig Spaß mit den ersten Overheads meines Lebens.

Auf der nächsten Seite verrät euch Julian, welche Sehenswürdigkeiten man sich auf Sri Lanka auf keinen Fall entgehen lassen sollte.