Lust auf einen Roadtrip an der Atlantikküste von Frankreich bis Portugal, aber keine Ahnung, was euch “on the Road” erwartet? Dann lest, was die SICK OF WINTER-Crew auf ihren Roadtrips erlebt hat und lernt von ihnen. Ihr werdet es nicht bereuen.

Der neue Fuhrpark auf einen Blick.
Der neue Fuhrpark auf einen Blick.

Wie viele Kilometer im Bulli zurückgelegt?

Wir fahren seit zehn Jahren fast ausschließlich mit dem Bulli Richtung Meer. Unser neuer Kleiner hat jetzt aber das erste Mal das Meer gesehen. Mit den alten Bullis haben wir fast die ganze Atlantikküste abgeklappert: Von Holland, über Belgien, die Normandie und die Bretagne runter nach Les Landes in Frankreich und in Portugal die Küste runter bis an die Algarve. Das Baskenland und die Algarve haben es uns dabei besonders angetan. Wie viele Kilomter wir dabei zurückgelegt haben, ist bei den wechselnden und launischen Kilometerzählern der Bullis schwer zu sagen.

Worst-Case-Szenario: Warten auf Swell.
Worst-Case-Szenario: Warten auf Swell. Immer gefürchtet, aber auch nie zu vermeiden.

Die Pannenliste:

Neben ein paar geplatzten Reifen, einigen Keilriemen und insgesamt drei Zylinderkopfdichtungen ist uns zum Glück noch nichts Schlimmes passiert. Da man sich mit unserem Bulli um Geschwindigkeitsüberschreitungen keine Gedanken machen muss, blieb der einzige Konflikt mit der Polizei das allabendliche Versteckspiel in Frankreich!

Die Aussicht der Küche ist auf jeden Fall unschlagbar.
Die Aussicht der Küche ist auf jeden Fall unschlagbar.

Bestes Kochrezept für einen Bustrip?

Wir sind große Nudelfans! Der klare Vorteil der Nudel im Bulli: Sehr gut am nächsten Morgen (oder auch später) mit ein paar Eiern, Oliven, ein bisschen Gemüse und Käse zu einer neuen Mahlzeit zu verarbeiten. Unser Next-Level-Shit: Eine Alu-Tagine, die wir aus Marokko mitgebracht haben. Einfach Kartoffeln, Möhren etwas Fleisch und alles, was man sonst noch da hat, gut würzen und 30 Minuten köcheln lassen – fertig!

Ersatzhosen sind total überbewertet.
Ersatzhosen sind total überbewertet.

Was ist für einen Bustrip unentbehrlich?

Ganz wichtig sind Utensilien wie die passende Musik, Spielkarten und das richtige Werkzeug. Seit dem letzten Trip sehr empfehlen können wir einen Poler Napsack: Praktisch ein Schlafsack, den man auch als Jacke tragen kann… Mit Öffnungen für die Arme und einem Kordelzug, durch den man seine Füße frei bewegen kann. So muss man seinen warmen Schlafsack eigentlich nie wieder ausziehen – will man auch nicht! Sieht auf den ersten Blick etwas komisch aus, ist aber unfassbar praktisch. Total überbewertet ist dagegen eine zweite Hose. Eine reicht! Denn was einmal nass ist, wird bei andauerndem Regen nicht mehr trocken!

Für solche Momente wurde Bier erfunden.
Für solche Momente wurde Bier erfunden.

Nicht verpassen!

Ein sehr abwechslungsreich- und abenteuerreicher Must-Stop auf jeder Reise ist bei uns San Sebastian! Man kann am nördlichen Ende der Stadt direkt am Strand an einem Sportplatz mit dem Bulli parken und erreicht zu Fuß locker die wunderschöne und tobende Innenstadt. Mit Tapas und einer Menge Bier haben wir dort einige unvergessliche Abende erlebt. Wobei wir gestehen müssen, dass viele der Erinnerungen erst am Morgen danach wieder zu zusammenhängenden Geschichten zusammengebaut wurden. Ein paar Schuhe von uns haben wir dafür für immer irgendwo dort gelassen.

Eine Roadtrip-Wagenburg erregt in Portugal weniger die Gemüter, als in vielen anderen Ländern.
Eine Roadtrip-Wagenburg erregt in Portugal weniger die Gemüter als in vielen anderen Ländern.

Welches Land ist am “bus-freundlichsten”?

Für uns ist das auf jeden Fall Portugal. Man findet sich in guter und sicherer Gesellschaft von gleichgesinnten Campern und in jedem Supermarkt eine saubere Toilette. Mit dem Bulli kann man in Portugal überall anhalten sowie übernachten. Außerdem ist es im Herbst noch lange warm, und im Frühjahr hat die Sonne schon genug Kraft, um das Land schnell aufzuwärmen.

Beliche: Parken direkt über den Wellen.
Beliche: Parken direkt über den Wellen.

Bester Spot Europas?

Unser Lieblingsspot ist Beliche bei Sagres an der Algarve. Überhaupt bietet die Algarve eine unglaubliche Landschaft und ist zum Surfen optimal, da man bei großen Wellen oder Nordwind super auf die Südküste ausweichen kann. Hier findet man für jeden was!
Das Setup in Beliche ist ein Traum. Du parkst oben auf einem Plateau über den Klippen und kannst nach dem Aufwachen direkt aus dem Bett runter in diese fantastische Bucht blicken. Das fasziniert uns jedes Mal aufs Neue.

Die zweitbeste Beschäftigung auf einem Surftrip.
Die zweitbeste Beschäftigung auf einem Surftrip.

Bester Flat-Day-Tipp für einen Bustrip?

Für Flat-Days haben wir natürlich immer ein paar Longboards zum Skaten dabei. Macht Spaß und ist gleichzeitig eine super Übung fürs Surfen. Bei Regen und ungemütlichem Wetter bleibt in Frankreich, Spanien und Portugal manchmal nur noch Shoppen bei Decathlon. Ansonsten mit etwas Fantasie eigene Spiele entwickeln. Zum Beispiel mit Steinchen auf Gegenstände zu zielen oder zu versuchen, eine viertelvolle Wasserflasche mit einer ganzen Drehung wieder auf dem Boden landen zu lassen. Da kommt schnell Ehrgeiz und Wettbewerbscharakter auf. Außerdem sind die Spielkonzepte sehr leicht übertragbar auf alles, was so in einem Bulli rumfliegt.

Portugal sieht zwar toll aus, aber was liegt wohl hinterm Horizont?
Portugal sieht zwar toll aus, aber was liegt wohl hinterm Horizont?

Nächster Plan:

Dieses Jahr wollen wir nochmal nach Cornwall in England. Dort waren wir letztes Jahr, allerdings leider ohne Bulli. Das ist ein Traum von einer Landschaft zum Campen: Palmen, Delfine, Longboard-Wellen in smaragdgrünem Wasser und nette Engländer – eine super Empfehlung.