Gerücht #4: Die halbe europäische Surfszene überwintert auf den Kanaren, und an den guten Tagen sind die Lineups hoffnungslos überlaufen.

Stimmt das wirklich? „Auch hier hat Teneriffa durch seine Größe einen Vorteil gegenüber den anderen Kanareninseln – es gibt einfach viel mehr Spots! Ich konnte es kaum glauben, aber wir waren eigentlich nie mehr als zehn Surfer im Wasser und oft sogar nur zu fünft. Mit ein bisschen Glück sitzt man manchmal sogar ganz allein im Wasser. Mein Tipp: El Chalet an der Südwestküste.“

Gerücht #5: Die meisten Spots auf den Kanaren werden von den Locals besser beschützt als der Heilige Gral.

Stimmt das wirklich? „Las Americas im Süden war der einzige Spot, an dem ich die Locals nervig fand. Aber wie überall gilt auch hier: Wer den Locals mit Respekt begegnet, bekommt auch keine Probleme. Außer vielleicht an Secret Spots und von denen gibt es einige auf Teneriffa. Dort brechen die Locals gerne mal dein Auto auf, um dich daran zu erinnern, dass du hier unerwünscht bist. Das ist uns zwar nicht passiert, aber wir haben auch versucht, diese Spots zu meiden. Schließlich gibt es auf Teneriffa genügend Breaks, an denen du alleine im Wasser sitzt.“

 

Ein Mietwagen ist laut Marc eine gute Idee auf Teneriffa.
Ein Mietwagen ist laut Marc (rechts) eine gute Idee… Foto: Victor Decalf

Gerücht #6: Außer Lava und Geröll gibt es auf den Kanaren nicht viel zu sehen.

Stimmt das wirklich? “Teneriffa ist viel hügeliger und grüner als Fuerteventura oder Lanzarote. Dadurch dauern aber auch die Fahrten von Spot zu Spot viel länger, denn oft führen die Straßen zur Küste enge Serpentinen hinunter. Da die meisten Hostels und Surfcamps nicht direkt am Strand liegen, kann ich einen Mietwagen nur empfehlen. Der ist auf den Kanaren auch gar nicht teuer. Am meisten hat uns aber überrascht, wie billig das Benzin war.“

Marcs Fazit: „Teneriffa ist eine super Destination für alle, die gute Reefbreaks in relativ warmem Wasser (ein 3/2 Wetsuit reicht locker) surfen wollen. Außerdem sind die Kanaren nur knapp fünf Flugstunden von Deutschland entfernt (günstige Flüge über Ryanair). Die Insel hat mich auf jeden Fall nicht zum letzten Mal gesehen…“

Mal Boardshorts-Wetter, mal Nebelschwaden – der Winter auf den Kanaren birgt so manche Überraschung.
Mal Boardshorts-Wetter, mal Nebelschwaden – der Winter auf den Kanaren birgt so manche Überraschung. Foto: Victor Decalf