Der britische Big-Wave-Surfer Tom Lowe ist ein Getriebener. Kaum poppt irgendwo auf den Swellkarten ein heftiger Sturm auf, packt er seine Boards und fliegt den Wellen entgegen. Seine letzten Trips verliefen anders als geplant.

Trip Nummer 1: Nazaré

Ende Oktober rollte der erste mächtige Swell auf Nazaré zu, und Tom Lowe war natürlich vor Ort. Er war allerdings solo unterwegs und hatte keinen Jetski im Hafen, und so schlich er am 24. Oktober noch vor Sonnenaufgang rund um das Hafenbecken und versuchte irgendwie, von einer anderen Big-Wave-Crew mit raus in den Lineup genommen zu werden. Zwei Stunden bettelte Tom dann, bis sich endlich jemand erbarmte und er per Jetski in den Lineup kam. Einmal draußen angekommen, dauerte es nicht lange, bis sich ein gewaltiger Peak vor Tom aufbaute. Er paddelte, sprang auf und dann lief nichts mehr nach Plan.

Der Offshore war zu stark und hielt Toms Boards solange oben in der Lippe, bis der Boden unter ihm buchstäblich wegsackte. Das Ergebnis: „Ein Wiepout, der es locker in die Top Ten meiner bösesten Waschgänge schafft“, beschrieb es Tom mit eigenen Worten. Danach war die Session vorbei. Denn wer in Nazaré einmal an den Strand gespült, für den gibt es keinen Weg mehr nach draußen. Durch den Shorebreak an diesen Spot zu paddeln, ist einfach unmöglich.

Immer noch in Nazaré

Am nächsten Tag war der Swell nicht mehr so clean und auch nicht mehr ganz so groß. Aber es gab noch gute Setwellen. Toms Performance erinnerte jedoch leider sehr an die des Vortages.

 

Trip Nummer 2: Mavericks

Nachdem der Atlantik die ersten richtig großen Brecher nach Nazaré geschickt hatte, drehte Anfang November dann der Pazifik auf. Am 6.November reichte ein erster großer Swell schon aus, um Mavericks in Nordkalifornien zum ersten Mal diesen Winter wieder zum Leben zu erwecken. Doch nur wenige Tage später, am 9. November, rollte dann der erste richtig große Swell heran. Tom Lowe war natürlich auch vor Ort, doch wieder lief nicht alles ganz nach Plan (wartet mal auf die zweite Welle).

 

Und jetzt?

Tom ist noch in einem Stück und wartet wohl auf den nächsten großen Swell.