Was würdest du sagen, wenn dir jemand Geld dafür gibt, dass du sechs Monate lang von einer Surfdestination zur nächsten reist und in einem Blog darüber berichtest?

Der „Summer of Your Life“-Blog

Linda und Sean haben sich bei Puresurfcamps für den „Summer of Your Life“ beworben und konnten in der Finalrunde die Jury von sich überzeugen. Nun reisen sie ein halbes Jahr lang quer durch Europa von Surfcamp zu Surfcamp und halten ihre Erlebnisse in ihrem Blog fest. Linda ist 24 und kommt aus Landshut in Bayern. Der Deutsch-Amerikaner Sean ist 28, wurde in Wiesbaden geboren, hat aber die meiste Zeit seines Lebens in den USA verbracht. Uns haben die beiden verraten, was sie für ihren neuen Job getan haben und auf welches Ziel sie sich am meisten freuen.

Das Interview

Wieso habt ihr euch bei „Summer of Your Life“ beworben?

Linda: Na ja, das ist schnell zu beantworten: Ich hatte einfach Megalust drauf!

Sean:  Ich habe mich beworben, weil ich Bock auf ein unvergessliches Abenteuer hatte, neue Freunde treffen wollte und natürlich meine drei Leideschaften verbinden wollte: surfen, filmen und reisen.

Vor ein paar Wochen wart ihr gemeinsam mit anderen Bewerbern zum Finale in Portugal – wie viele Mitbewerber gab es im Finale, was musstet ihr dort machen und was hat eurer Meinung nach die Jury letztendlich von euch überzeugt?

Linda: Ingesamt waren wir sechs Finalisten und mussten innerhalb von kürzester Zeit mehrere Videos filmen und fertig stellen, Fotos machen und einen Blogtext schreiben. Zusätzlich hatte jeder von uns noch eine ziemlich witzige „Challenge“. Sean musste Remi Peterson zum Singen bringen, eine Konkurrentin musste Leon Glatzer davon überzeugen, dass sie sein Board tragen durfte, und ein anderes Mädchen musste die Haare von Toby Schröder flechten. Ich hatte Glück und musste nur ein „wahnsinnig großes Kompliment“ an Alex Tesch machen. Letztendlich gewonnen haben wir, glaube ich, weil wir das nicht so als Wettbewerb angesehen haben, sondern einfach eine Hammer-Zeit hatten, alle Leute kennengelernt haben und tausend Sachen unternommen haben. Die Kamera war da eher zweitrangig – aber natürlich trotzdem immer dabei und auch (meistens) eingeschaltet.

Wie schwer war es, euer momentanes Leben für diesen Trip zu unterbrechen?

Linda: Für ein Leben am Meer? Also wenn man so eine Chance bekommt und es einem schwer fallen würde, dann weiß ich auch nicht! Aber natürlich ist es etwas komisch, sein Leben so plötzlich umzukrempeln. Ich war zum Glück in einer tollen Werbeagentur, die mir da sehr entgegengekommen ist. Und mein Studium kann ich währenddessen noch weitermachen, da ich an einer Fernuni bin und sowieso alles online machen kann.

Sean: Ich bin als Student in Wiesbaden eingeschrieben und habe in den letzten eineinhalb Jahren mit Flüchtlingskindern gearbeitet. Das war eine unglaublich tolle Erfahrung und ich würde mir wünschen, dass mehr Leute realisieren, wie entschlossen und intelligent diese Kids sind! Natürlich ist es nicht leicht, seine Familie und Freunde für ein halbes Jahr zurückzulassen, aber sie haben mich alle unterstützt und mir diesen Schritt so leicht wie möglich gemacht.

Was muss man eurer Meinung nach für euren neuen Job mitbringen? Was sollte man können?

Linda: Einfach Spaß am Leben, Freude am Surfen, Lust auf Abenteuer haben – und ein bisschen mit der Kamera sollte man auch umgehen können. Aber das konnte ich vorher nicht und habe es auch erst im Finale gelernt. GoPros sind ja Gott sei Dank nicht sonderlich kompliziert…

Sean: Du musst auf jeden Fall ein offener Mensch sein, denn sonst wirst du es schwer haben, mit den Leuten, die du triffst, in Kontakt zu kommen oder die Menschen, die deine Videos später ansehen, anzusprechen. Eine GoPro und ein bisschen Vorstellungskraft helfen da sicherlich. Solange du jede Menge Ideen und eine Kamera in deiner Hand hast, ist die Hälfte des Jobs schon getan. Aber natürlich hilft es auch, ein bisschen Ahnung von Videobearbeitungs-Software wie Adobe oder Final Cut Pro zu haben.

Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, wie ihr Alltag als Surfcamp-Blogger aussieht.