„Dein härtester Gegner auf den Malediven ist aber die Sonne. Zwischen 11 und 14 Uhr macht die dich echt fertig. Das ist die unmenschlichste Zeit, in der man auch kaum surfen kann. Wer hier im Urlaub ankommt, der muss dann nur mal kurz aus dem Fenster schauen und hat schon eine leichte Rötung. Bei Sonnenschein war ich fast immer mit Hut im Wasser, der sah nach sechs Monate so zerlöchert wie meine T-Shirts aus. Salzwasser und Sonne machen in Kombination einfach alles nieder: Surfshorts, T-Shirts und Hut – alles komplett durch. Was anderes brauchst du auf den Malediven aber auch nicht.

Ein Surfkurs auf den Malediven wirkt oft ein wenig anders als in Europa.
Ein Surfkurs auf den Malediven wirkt oft ein wenig anders als in Europa

Einen Job als Surfguide zu bekommen ist gar nicht so leicht und hängt vor allem von deinen Beziehungen ab. Eigentlich musst du jemanden kennen, der Surftrips anbietet und du musst Glück haben, dass eine Stelle frei ist. Denn es gibt nicht viele und die sind schnell vergeben. Dann musst du dich allerdings auch verpflichten. Ich musste Mitte März zusagen, sechs Monate dort zu bleiben. Mal vier Wochen zu schauen, ob dir der Job gefällt, funktioniert nicht.

Die Arbeitszeiten sind recht klar vorgegeben: Zwei Kurse oder Surftrips pro Tag, einen vormittags, einen nachmittags, und das sechs Tage die Woche. Los ging’s immer um 9 Uhr und Schluss war um 17 Uhr. Allerdings habe ich auf einer anderen Insel gelebt und musste erst mit dem Boot zum Club Med fahren. Daher hieß es um 7.30 Uhr frühstücken und dann los. Gesurft habe ich oft noch abends so 40 Minuten an dem Riff vor der Insel, wenn ich heimgekommen bin oder ganz früh. Aber oft lief auch nicht alles wie geplant. Grundsätzlich braucht man immer ein Boot, um irgendwohin zu kommen. Aber die meisten Boote sind recht alt und ich bin relativ regelmäßig dazu verdammt gewesen, irgendwo auf dem Meer treibend darauf zu hoffen, dass der Kapitän den Motor wieder in Gang bringt. Aber da kommen auch ständig Boote vorbei, die einen im Notfall abschleppen oder mitnehmen könnten.“

Ob sich der Job als Surfguide auch lohnt, lest ihr auf der nächsten Seite…