„Ein wilder Abend sah in etwa so aus: Um 18.15 Uhr ist es stockfinster, um 19 Uhr gibt es Abendessen und um 20 Uhr sind fast alle Touristen im Bett. Wenn es dann noch ein Video gab oder ich bis 23 Uhr gelesen habe, war das schon die Ausnahme. Alkohol gibt es auf den Local-Inseln nicht. Ohne Bier auszukommen war aber kein Problem für mich. Ich habe eigentlich nichts vermisst bis auf mein Müsli. Jeden Morgen Toastbrot zu essen, war teilweise echt schlimm für mich. Überhaupt bin ich irgendwie zwischen zwei Welten gependelt: Auf der Local-Insel vor dem Spot Cokes, wo ich gewohnt habe, gab es nur Limo, Cola, Toast, Pasta oder Reis. Und im Resort von Club Med, wo ich die Kurse gegeben habe, gab es Sushi, jedes Gemüse, jedes Obst, italienische Pasta, chinesische Gerichte, französischen Käse und jeden Cocktail der Welt.

Dieser Anblick erwartete Tommy (fast) jeden Morgen: Cokes in Perfektion.
Dieser Anblick erwartete Tommy (fast) jeden Morgen: Cokes in Perfektion

Reich wirst du nicht, aber du gibst auch nicht viel aus. Essen und Unterkunft sind for free und wenn du gut verhandelst, werden dir auch die Flüge gezahlt. So kannst du 1000 Dollar pro Monat sparen. Aufpassen musst du nur mit Telefon und Internet, das kann schnell teuer werden. Wenn du den Job aber nur machst, weil du möglichst viel surfen willst, ist es besser, als Surfguide auf einem Boot anzuheuern. Da kommst du sicher mehr ins Wasser, aber am Ende der Saison auch nur mit Plus-Minus-Null raus, weil du deine Flüge selbst zahlen musst.

Nach allem, was ich gehört habe, hatten wir dieses Jahr nur eine durchschnittliche Saison mit wenig Swell und meist nur schulter- bis kofhohen Wellen. Denn bei etwas größerem Swell laufen die Spots auch gleich viel besser, dann ist es quasi perfekt. Deshalb verhandele ich gerade auch über die nächste Saison als Surfguide. Eine perfekte Saison auf den Malediven, das wäre schon ein Traum.“

Und das erwartete Tommy dann im Lineup.
Und das erwartete Tommy dann im Lineup