Update zum Vulkanausbruch auf Bali

Vulkan Agung auf Bali

Letzte Woche dachte man, dass es sich nur noch Stunden dauert bis der Vulkan Agung auf Bali ausbricht. Seitdem ist nichts passiert. Was ist da los?

Ist die Gefahr vorbei?

Das kann man so nicht sagen. Tatsache ist, dass sich an der Situation auf Bali und die Gefahr durch den Mount Agung seit letzter Woche (mehr zur Situation vor einer Woche hier auf Prime-Surfing) eigentlich nichts geändert hat. Der Vulkan kann jederzeit ausbrechen oder auch nicht. Weiterhin steigen Rauchwolken auf, werden Erdbeben registriert und es wurden auch etliche tote Vögel rund um den Vulkan gefunden.

Wieso weiß niemand was passiert?

Gestern erst kam genau zu dieser Frage die Expertin Janine Krippner in mehreren australischen Zeitung zu Wort. Sie sagte, dass es keineswegs ruhig in dem Vulkan geworden wäre. Laut den Daten sind die seismischen Aktivitäten immer noch genauso stark wie vor zwei Wochen, als die höchste Warnstufe ausgerufen wurde. Sie meinte aber auch, dass das nichts heißt. Das Potential für einen Vulkanausbruch ist immer noch hoch, aber vielleicht passiert auch gar nichts. Ein anderer Experte erzählte auch noch eine Anekdote von 2009. Damals bewiesen Luftbilder, dass der Mount Agung regelrecht angeschwollen war, als wäre er aufgepumpt worden. Alle erwarteten einen Ausbruch. Doch der kam nicht, stattdessen schwoll der Vulkan einfach wieder ab.

Was passiert bei einem Ausbruch?

Rund um den Vulkan wird wohl alles zu einem Katastrophengebiet. Für Touristen an der Küste oder im Süden ist die direkt Gefahr aber gering. Allerdings kann man davon ausgehen, dass der Flugverkehr nicht mehr ungestört ablaufen wird und jeder Trip unfreiwillig verlängert werden könnte. Stichwort: Eyjafjallajökull. Der Vulkan auf Island brach 2010 aus und legte mit seiner Aschewolke den Luftverkehr über Tage und in machen Regionen über Wochen praktisch lahm.

Als Surfer sollte man von dem direkten Ausbruch wohl nicht betroffen werden. Zumindest laut der Gefahrenzonenkarte rund um den Vulkan Agung.
Als Surfer sollte man von dem direkten Ausbruch wohl nicht betroffen werden. Zumindest laut der Gefahrenzonenkarte rund um den Vulkan Agung.

Auf Bali selbst…

üben sich die Behörden in Beschwichtigung. Es gab die Aufforderung an Länder wie Australien die Reisewarnungen wieder zurück zu nehmen, da das dem Tourismus schadet. Außerdem wurden die am 22. September Evakuierten aufgefordert wieder in ihre Dörfer unter dem Vulkan zurück zu kehren. Doch einige weigern sich.