Joel Den-Besten ist ein Australier, der nach Schweden ausgewandert ist und nun für die eiskalten Wellen rund um den Polakreis lebt. Vor kurzem war er auf Island und erzählt nun, wie sich das angefühlt hat.

1. Flexibilität ist der Schlüssel

„Das Wetter auf Island kann komplett verrückt spielen und ist absolut unvorhersehbar. Die Wetterfronten kommen vom Atlantik extrem schnell angerauscht und bringen Wind und Wellen mit. Das größte Problem ist dabei der Wind, und oft sieht man schöne Lines auf dem Meer, die dann von den heftigen Böen zerhackt werden.“

Auf Island musst du dich nach dem Wind richten, sonst wirst du den Kampf gegen die Elemente verlieren.
Auf Island musst du dich nach dem Wind richten, sonst wirst du den Kampf gegen die Elemente verlieren.

2. Die Kälte ist der Feind

„Am besten sollte dir, bevor du ins Wasser gehst, so warm sein, dass du beinahe schwitzt. Dann geht es darum, die erste Stunde zu nutzen. Denn das ist die Zeit, in der du noch beweglich und schnell bist. Dann beginnt die Kälte in deinen Körper zu kriechen, und du verlierst dein Feingefühl. Als nächstes geht deine Kraft nach und nach flöten, deine Reaktionen werden langsamer, und dein Timing wird immer schlechter. Es kann sogar soweit kommen, dass deine Sicht verschwommen wird, weil deine Augen Mühe haben, noch richtig zu fokussieren. Spätestens dann ist es Zeit, an Land zu gehen.“

Ohne 5 Millimeter dicke Wetsuits, Booties, Haube und Handschuhe geht auf Island wirklich rein gar nichts.
Ohne 5 Millimeter dicke Wetsuits, Booties, Haube und Handschuhe geht auf Island wirklich rein gar nichts.

3. Naturflash pur

„Die Natur alleine wäre auch schon eine Reise wert. Wir sahen Wale, Delfine, Polarlichter und Fjorde, die direkt aus dem Meer zu wachsen scheinen.“

4. Wähle deine Crew mit Bedacht

„Ein Trip nach Island ist anders als ein Trip in ein tropisches Ferienparadies. Du wirst eine Menge Zeit in Autos verbringen oder auf Booten oder beim Warten auf gute Bedingungen in einer kleinen Hütte. Also sei dir sicher, dass deine Kumpels solche Durststrecken locker durchstehen können. Das Letzte, was du auf Island gebrauchen kannst, ist eine Drama-Queen, die sich ständig über Kleinigkeiten aufregt, während du drei Tage Sturm aussitzt.“

5. Abenteurer brauchen Allradantrieb

„Besorg dir einen Offroad-Fahrzeug, und du kannst Ecken der Küste auskundschaften, an die du sonst nie hingelangen würdest. Du wirst bei der Spotsuche zwar ewig im Auto sitzen, aber wenn du Erfolg hast und in dieser rauen Natur eine Welle nur für dich findest, dann wirst du dieses Abenteuer dein Lebtag nicht vergessen.“

Wer keinen Allradantrieb hat, kommt hier nicht hin.
Wer keinen Allradantrieb hat, kommt hier nicht hin.

Und auf der nächsten Seite gibt es den Clip zu Joel Den-Bestens Islandtrip.